Wie wird mein Hund stubenrein, der erweiterter Versuch

Wie wird mein Hund stubenrein, mit dieser Frage beschäftigen wir uns seit längerem. Cassie findet es einfach zu schön, uns regelmäßig in die Wohnung zu pinkeln und vor allem zu kacken.

Wer es nicht glauben mag, hier ein paar Beweis-Fotos:

Stubenrein kacke auf Fliessen Stubenrein kacke im Wohnzimmer Stubenrein pinkeln im Wohnzimmer Hundepisse auf den Fliessen

Das sind nur ein paar, alles habe ich natürlich nicht fotografiert.

Das Doofe ist eigentlich, dass sie es nicht mehr macht, wenn wir dabei sind. Das haben wir bereits gut in den Griff bekommen. Jedoch reicht es im Moment schon aus, nur zehn Minuten aus dem Haus zu sein, schon ist eine Pfütze oder im schlimmsten Fall ein Haufen bei uns im Haus zu finden. Teilweise kann sie das so geschickt, dass selbst, wenn wir im Wohnzimmer sind, sie die „dunklen Ecken“ ausnutzt, wenn wir nicht darauf achten.

Auf gehts, wir wollen stubenrein werden

Eins müssen wir uns zuerst bewusst werden, der Hund macht das nicht extra. Auch wenn ich oft das Gefühl habe, dass es so wäre. Teilweise kann es auch so sein, dann ist es jedoch ein Ausdruck von, ich weiß mir nicht anders zu helfen, weil ich einsam bin, ich bekomme nicht was ich haben möchte, ich bekomme nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt und so weiter.

Hier müssen wir unseren Hund helfen, das richtige zu tun, damit wir uns auch nicht mehr so ärgern. Fangen wir mit den Gegenmaßnahmen an.

Sobald wir sie erwischen, schimpfen

Es wird geschimpft wie ein Rohrspatz (auf keinen Fall schlagen oder ziehen). Bei meinem Westi habe ich sogar eine Wasserpistole eingesetzt. Damit hat er sich im ersten Moment so erschrocken, dass er sogar mitten im Kacken aufgehört hat.

Bei Cassie hat das Geschimpfe seine Wirkung nicht verfehlt. Sie läuft erstmal sehr schnell weg und kommt dann ganz ganz langsam mit großen riesigen Kuller-Augen an und sagt „sorry, wollte ich nicht“. Hier müssen wir erstmal stark sein und sie ignorieren. Zu einfach wollen wir es ihr hier nicht machen.

Loben, loben und nochmals loben

Wenn wir Gassie-gehen und sie macht ihr Häufchen, loben wir sie überschwenglich und belohnen sie zusätzlich mit einem Leckerli. So dass jeder denkt, was sind denn das für Verrückte. Hier fangen wir uns öfters den einen oder anderen komischen Blick von fremden Menschen ein.

Aber, damit haben wir den Hund stubenrein bekommen, bis auf das, wenn wir nicht da sind…

Hier haben wir uns jetzt etwas anderes einfallen lassen. Ursprünglich wollten wir das nicht einführen, obwohl selbst die Züchterin diesen Tipp gegeben hat. Aber es geht nun einmal nicht anders. Vor allem knabbert Cassie uns zu viele Gegenstände an, die nicht zum Knabbern sind!

Wir bauen einen riesigen Holzkasten.

Der muss so groß sein, dass ihr großer Korb hineinpasst und sie sich vernünftig bewegen kann. Hier kommt Sie in der Nacht hinein und jedesmal, wenn wir das Haus verlassen. So darf sie sich fürs erste nur unter Beobachtung frei bewegen.

Das ganze soll natürlich nicht zu viel kosten, weil wir den Holzkasten wieder abbauen möchten, sobald wir endgültig stubenrein sind.

Wir haben uns für die Schnellbauvariante entschieden. Vier Bretter, zusammenschrauben und fertig.

Stubenrein mit Holzkasten

Stubenrein mit Holzkasten

Folgendes Material haben wir benötigt:

  • 2 * Spanplatten ca. 5,5 Meter
  • 2 * Spanplatten ca. 4,5 Meter
  • 4 * Winkel ca. 6 * 6 cm
  • 2 * bewegliche Winkel ca. 4 * 6 cm pro Seite
  • 48 Schrauben ca. 2,6 cm
  • Zwei alte Schubladengriffe
  • Ein Spanngurt
  • 1 * Spanplatte ca. 1 Meter
  • 6 * Schrauben ca. 3,5 cm

Das ganze einfach hingestellt und zusammengeschraubt. Hält super.

In unserer ersten Ausführung war jedoch die Spanplatte zum Sofa nicht enthalten. Diese haben wir erst drei, vier Tage später hingebaut, da die liebe Cassie doch tatsächlich hierrüber rausgeschlüpft ist.

Hat sich natürlich dabei schön weh getan, wie hier auf dem Foto zu sehen ist:

Irish Wolfhound hat aua

Aber gott sei Dank war es die einzige Verletzung, die sie sich zugezogen hat.

Doch was soll ich sagen ?!?

Natürlich war Sie das am Anfang nicht gewöhnt und hat es noch nicht als ihr „Nest“ gesehen. Am nächsten Tag hatten wir wieder (ohne Worte):

Stubenrein hat nicht ganz geklappt

Stubenrein hat nicht ganz geklappt

Doch das tolle ist, es war das einzigste Mal. Seit dem hat sie nicht mehr in ihren eigenen vier Wänden gepinkelt 🙂

Sie fühlt sich auch wirklich wohl darin. Am Anfang quietschte sie noch ein wenig, jetzt überhaupt nicht mehr. Teilweise flüchtet Sie sogar dort hin, um die Ruhe vor den Kindern zu haben.

Den Kindern haben wir natürlich mit auf den Weg gegeben, dass sie da nicht reindürfen, wenn Cassie da drin ist.

Irish Wolfhound schlaeft im Holzkasten

Irish Wolfhound schlaeft im Holzkasten

 

Zum Schluss noch ein paar Detail-Fotos:

Holzkasten von innen

Holzkasten von innen

Das Trinken muss natürlich mit hinein und es ist genug Platz um sich vernünftig bewegen zu können.

 

Winkel vom Holzkasten

Winkel vom Holzkasten

Hier sind die beweglichen Winkel. Um den Holzkasten aufzumachen, muss einfach nur die Spanplatte am Anfang hoch gehoben werden. Das ist nicht schwer, das machen sogar die Kinder ohne Schwierigkeiten.

 

2 Kommentare

  • Ich bin bei weitem kein Experte was das Stubenrein bekommen angeht, beide meine Hunde waren nicht vor 6 Monaten stubenrein, deshalb möchte ich mich eigentlich mit Tipps zurückhalten. Dass Cassie aber immer nur in die Wohnung macht, wenn ihr nicht dabei seit, finde ich schon ein wenig ungewöhnlich, deshalb gebe ich einfach nur als Denkanstoß weiter, was ich selbst mehrfach gelesen habe: Immer wieder hört man, dass man nicht mit dem Hund schimpfen soll, sondern draußen loben soll. Wenn man mit dem Hund schimpft, führe das nur dazu, dass er anfängt „heimlich“ zu pinkeln, also wenn keiner dabei ist, der schimpfen könnte, oder, im schlimmsten Fall, irgendwo hin wo man es nicht findet. Da Cassie ersteres ja bei euch macht, könnte es da vielleicht auch einen Zusammenhang geben.

    Dass aber eure Holzkasten-Methode funktioniert, freut mich. Bei Genki hätte das garnichts gebracht. Der hat konsequent wochenlang in sein eigenes Hundebett gepinkelt. X.x

    • Herrchen Herrchen

      Hallo Genki,

      hier hast du nicht ganz Unrecht. Dieser Gedanke ist uns auch gekommen. Aber seit ein oder zwei Wochen haben wir Sie nicht mehr im Haus Pinkeln gesehen. Daher können wir hier nichts mehr machen. Aber eigentlich hat es doch sehr geholfen. Da es auch nicht unser erster Hund ist und wir diesen Weg immer so gegangen sind, kann es nicht ganz so verkehrt sein. Jedoch stellen wir bei den Wolfshund immer wieder fest, das der Charakter doch eine ganz andere ist als die Hunde die wir bis jetzt immer hatten.

      Nur am Rande, Kritik ist immer erlaubt, sonst würden wir nicht diesen Blog machen. Er soll uns auch helfen eigene Fehler zu finden.

      Viele Grüße
      Herrchen

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