Raus aus der Welpenschule, rein in den Junghundekurs

Seitdem Cassie nun zu alt für die Welpenschule geworden ist, sind wir nun in den Junghundekurs gewechselt und haben dort die ersten Stunden bereits hinter uns. Die erste Stunde war bereits sehr amüsant, denn mit einem so großen Hund erregt man immer gleich Aufsehen.

Hund auf der Jagt

Diesmal war es eine Dackelbesitzerin, die mir erzählt hat, dass sie selbst mal einen Irischen Wolfshund besessen hatte und diesem immer noch ein wenig hinterhertrauert.

Sie erzählte mir, dass ihr Mann momentan im Krankenhaus liegt und frisch operiert wurde und er sich riesig über ein Foto von Cassie freuen würde. Gesagt, getan, wir wurden direkt am ersten Tag fotografiert, um irgendeinem wildfremden Menschen eine Freude zu machen…

Regenwasser ist lecker

Los geht es mit dem neuem Junghundekurs

Die ersten beiden Stunden in der Hundeschule liefen eigentlich recht gut, der Hundetrainer riet mir nur dringend, Cassie nicht zu überfordern, da sie noch sehr jung ist. Ich sollte darauf achten, wenn sie die Konzentration verliert, dass wir dann lediglich das Leinenfolgetraining absolvieren sollten, anstatt der Fußarbeit.

Dies tat ich auch, man merkte recht schnell, dass nach einer halben Stunde bei ihr „die Luft raus war“. Nichtsdestotrotz hat sie die weitaus schwierigeren Übungen relativ gut gemeistert. Wir musste uns zum Beispiel alle im Kreis aufstellen, die Hunde im Sitz neben uns, und einer nach dem anderen sollte dann im Slalom durch die Hunde (mit Hundeführer) herum laufen.

Schwierige Übung für den Hund und für uns

Eine schon recht schwierige Übung, die aber erstaunlich gut geklappt hat. Leider hielt die ersten Erfolge nicht lange an. Cassie wurde nach und nach immer mutiger und plötzlich findet sie alle Hunde total toll und will alle begrüßen…

Sie hat leider mittlerweile ein Gewicht von über 30 kg erreicht. Ich kann sie nicht mehr halten, wenn sie meint, andere Hunde begrüßen zu müssen! Dies merkte ich sowohl bei den täglichen Spaziergängen als auch in der Hundeschule. Der Weg zur Hundeschule und das Warten auf dem Vorplatz bis es losgeht ist für mich die Hölle.

Cassie zieht was das Zeug hält und findet das Futter in dem Moment voll blöd. Doch sobald wir auf dem Hundeplatz sind, dauert es nur wenige Minuten und sie hat sich wieder beruhigt und ist führbar. Ich muss das nur unbedingt hinbekommen, wenn wir Hundebegegnungen haben, dass sie weiterhin auf mich hört und „Fuß“ läuft!

Der Hundetrainer gab selbstverständlich wieder als Rat, dass sie zu satt ist, wenn alles andere interessanter ist als der Hundeführer mit Leckerchen. Das stimmt in der Tat, und wir müssen auch zugeben, dass wir wieder angefangen haben, ihr morgens ein wenig aus der Schüssel zu geben, da es bislang recht gut funktioniert hat.

Hundekorb ist nicht zu klein

Ab jetzt nur noch Handfütterung

Also wieder nichts mehr aus der Schüssel, sondern zurück zur Handfütterung als Belohnung. Da wir leider bei den täglichen Spaziergängen nicht immer Hundebegegnungen haben, da wir oft zu einer Zeit gehen, wo wenig Hundebesitzer unterwegs sind und ja, wir gehen tatsächlich auch im strömenden Regen raus (und ich vermute mal, sonst kein anderer Hundebesitzer, da man keinen trifft), haben wir begonnen, sonntags zu Parks zu fahren, wo sehr viel los ist.

Wir haben es durchgezogen!

Dies haben wir jetzt das erste Mal durchgezogen und siehe da, nach anfänglichen Schwierigkeiten klappte es doch recht gut, und das bei etlichen Hundebegegnungen! An dieser Sache müssen wir weiter dranbleiben, denn ein bißchen an Gewicht wird sie noch zulegen. Und welch eine Kraft hinter Cassie steckt, durfte ich leider auch bei einem Gewitter auf dem Hundeplatz feststellen. Dass ich nicht im Matsch gelandet bin, ist aber auch alles. Sie ist und bleibt eine „Schissbuchse“!

Wie ? Was? Hab nix gemacht!

Wie ? Was? Hab nix gemacht!

4 Kommentare

  • Ich bin gespannt auf die weiteren Berichte … denn ein schweres Temperamentbündel an der Leine ist schon eine Herausforderung. Ich erinnere mich da gerne an Lady, die ausgewachsen gut 57 kg auf die Waage brachte – da war es schon ganz gut zu wissen, dass sie keinen ernstgemeinten Versuch unternehmen würde auf irgendwas oder irgendjemanden loszustürmen 🙂
    Wobei ich jetzt gelernt habe, dass auch kleinere und leichtere Hunde (mit knappen 30 kg) sehr umwerfend sein können, wenn sie ihre Geschwindigkeitsvorteile voll ausspielen 🙂

    Ich wünsche euch weiterhin viel Freude und freue mich auf weitere Erlebnisse,
    Isabella mit Damon und Cara

    • Herrchen Herrchen

      Hallo Isabella,
      wir sind ein wenig busy im Moment. Sonst würden wir viel mehr schreiben. Aber das sollte sich ende des Jahres wieder ändern 😀
      Herrje 57 Kg ist eine echte Hausnummer! Frauchen hat jetzt schon mit 34 kg ordentlich zu kämpfen. Das ist ein Grund mehr uns noch mehr anzusträngen.

  • Doreen

    Habe euren neuen Beitrag sehnsüchtig erwartet. Ich liebe diesen Blog! Es liest sich wieder ganz toll, was die kleine große Cassie alles erlebt hat. Was macht eigentlich das Stubenreinwerden? Ich sah auf einem Foto einen Teppich, ist es geschafft? Alles Gute und liebe Grüße von
    Doreen

    • Herrchen Herrchen

      Hallo Doreen,
      mit dem Stubenrein haben wir es geschafft. Das klappt wirklich super. Sobald Cassie muss, fängst die das Jaulen an und stellt sich vor die Terrassentür. Sonst hätten wir nicht den Teppich wieder reingelegt 🙂
      Nur vor vier Tagen, meinte Cassie doch, oben bei uns im ersten Stock in das neue Körbchen zu pinkeln. Das musste wohl einmal eingeweiht werden….

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