Der Unterschied von einem großen zu einem kleinen Hund

Der Unterschied zwischen kleinen und großen Hunden ist überhaupt nicht so groß wie oft erzählt wird. Wir haben bis jetzt kleine Hunde, wie einen West Highland Terrier, oder mittlerre Hunde, wie einen Rottweiler oder Schäferhund gehabt und jetzt zum Schluss einen ganz großen Hund. Und wir müssen sagen, die Unterschiede sind eigentlich nur minimal.

Warum ich jetzt auf dieses Thema komme?

In letzter Zeit kommen immer öfters die Fragen auf. ein-Auge-Hund

  • Booha ist das nicht schwer mit so einem großen Hund?
  • Wie macht ihr das nur, der Hund ist ja das reinste Pony!
  • Frisst der Hund euch nicht die Haare vom Kopf?
  • Ist der Hund nicht viel zu dreckig, und was erst, wenn es draußen am Regnen ist…
  • Der stinkt doch bestimmt, oder?
  • Was macht ihr im Urlaub mit dem Hund?

Viele der Fragen könnten sich auch auf einen kleinen Hund beziehen. Außer jetzt die Frage nach der Größe und dem Pony. Aber eigentlich sind das alles berechtigte Fragen. Jedoch stellen sich dieselben Frage auch für kleine Hunde, nur scheinen es hier die wenigsten zu interessieren.

Dennoch haben uns die Fragen auf Dauer zum Nachdenken gebracht. Als wir uns den großen Hund angeschafft haben, war uns bewusst, dass es etwas teurer wird und der Zeitaufwand etwas mehr wird als bei unserem Westi. Aber ansonsten leben wir mit der Einstellung, es wird sich schon alles irgendwie regeln.

Und was soll ich schreiben…

Es regelt sich alles von selbst. Die Spaziergänge wurden etwas länger, die Ausgaben etwas höher. Die Erziehung kostet etwas mehr Zeit als bei einem kleinen Hund. Aber dafür bekommen wir es mit ganz anderen Vorteilen zu tun.

Grosser und kleiner Hund

Begrüßung ist der Hit

Es macht einfach riesig Spass, von so einem großen Hund begrüßt zu werden.  Vor allem der riesige Kopf ist einfach zum Knuddeln.  Dazu der riesige Bauch, wenn der Hund sich auf den Rücken legt.

Tolpatschig ist eine Kunst

Es sieht einfach klasse aus, wenn so ein großer Hund halb tollpatschig durch die Gegend läuft und etwas Neues entdeckt. Vor allem, wenn wir anfangen irgendetwas wegzuwerfen, stolpert der Hund manchmal über seine eigenen langen Beine, dass es zum Schießen aussieht!

Bücken war gestern

Ein großer Hund kann ohne Schwierigkeiten einfach in den Kofferraum springen, ohne dass man sich bücken muss. Er muss nicht mehr getragen werden, der läuft und springt ganz von alleine.

Erziehung ist körperlich nicht mehr so schwer

Wenn wir schon beim Bücken sind, die Erziehung ist wesentlich einfacher. Du kannst alles aus dem Stand heraus machen. Und muss dich nicht ständig bücken, um den Hund zu belohnen. Jeder der einen kleinen oder mittleren Hund hat, weiß was ich meine :-).

Ich kann mich noch sehr gut an die Anfangszeiten von unseren Westi erinnern. Zum Schluss habe ich mich damit zufrieden gegeben, dass das Minimum an Gehorsam funktioniert und hab es dabei belassen. Das ging einfach zu sehr in den Rücken…

Der Sound ist einzigartig

Es gibt nichts besseres als einen tiefen Bass in der Stimme von einem Hund. Einmal gebellt und Ruhe ist. Vom Knurren einmal ganz abgesehen. Sobald einmal geknurrt wird, geht man schon automatisch ein paar Schritte zurück.

Grosser und kleiner Hund im Wald

Aber da wo Sonne ist, gibt es auch Schatten

Die Nachteile von einem großen Hund sind meistens die Vorteile vom kleinen Hund.

Klein sein ist eine feine Sache

Schon einmal mit dem großen Hund beim Tierarzt gewesen? Da gibt es Tische, wo der Hund drauf muss. Diese Tische können zwar heruntergefahren und wieder hochgefahren werden, dennoch ist es keine schöne Angelegenheit, wenn sich der Hund unruhig auf diesem Tisch verhält und du alle Kraft daran setzen musst, dass das liebe Tier auch still stehen oder sitzen bleibt. Was gar nicht so einfach ist bei so einem kleinen (klein ist relativ) Tisch. Diese Tische sind wirklich nicht für große Hunde ausgerichtet.

Und einen großen Hund kann man nicht einfach kurz auf den Arm nehmen, um ihn aus der Gefahrenzone zu bekommen oder ihn vor Problemen zu schützen. Die Treppe muss der große Hund selber nehmen. Die Gefechte mit anderen Hunden müssen ausgetragen werden. Und nein, einfach ihn einmal anheben, damit er irgendwo leichter hinkommt ist eben nicht drin.

Erziehung muss nicht ganz so konsequent sein

Kleine Hunde haben den großen Vorteil, dass die Frauchen und Herrchen den Hund jederzeit unter Kontrolle haben können. Ein kleiner Hund kann einen nicht einfach wegziehen, so dass das Herrchen sich einmal lang auf dem Boden macht und danach sich umziehen darf. Den kleinen Hund kann man auch einmal zappeln oder einfach machen lassen. Wenn er es zu weit treibt, dann nimmt man die Leine ein wenig strammer und gut ist. Beim großen Hund ist das einfach nicht mehr drin. Sobald dieser Faxen macht und erst einmal auf Tour ist, dann ist Ende.

Die lieben Kosten

Wenn ich das jetzt vergleiche zwischen dem kleinen Hund und dem großen, was die so fressen, dann frisst ein kleiner Hund eindeutig nicht viel. Was die Kosten natürlich enorm drückt. Es ist nicht nur das Fressen, auch das Spielzeug, Halsbänder, Schlafplatz oder etwas zum kauen. Ein kleiner Hund braucht nicht viel um Spaß und Freude am Leben zu haben. Bei einem großen Hund muss man sich hier etwas mehr Gedanken machen.

Weniger Platz ist nötig

Der Platz ist natürlich ein entscheidendes Kriterium, wenn es um die Größe eines Hundes geht. Ein kleiner Hund kann auch in einer kleinen Zwei- oder Drei-Zimmer-Wohnung mitleben. Mit einem großen Hund ist das nicht mehr drin. Dieser benötigt schon etwas mehr Platz. Jedoch braucht auch ein großer Hund keine Pferdekoppel um sich wohl zu fühlen. Die meisten Hunde schlafen sowieso die meiste Zeit. Es reicht, wenn sie sich einmal am Tag richtig ausrennen können für eine Stunde. Das gilt aber für die kleinen wie für die großen Hunde.

Fazit

Der Unterschied ist nicht groß zwischen einem kleinen und großen Hund. Aber es gibt ihn, sei es die Kosten oder das Platzangebot, die den Unterschied oder die Entscheidung ausmachen. Wie immer ist es eine Ansichtssache was einem persönlich wichtig ist und in welcher Lebenssituation das Herrchen oder Frauchen sich befindet. Vom Grundprinzip ist es jedoch egal, wer Platz hat muss sich nur klar werden, was er von einem Hund erwartet. Für uns war es immer die Lebenssituation, die die Größe eines Hundes vorgab. In einer Wohnung kam für uns immer nur ein kleiner Hund in Frage. Mit einem Haus wollten wir wieder einen großen Hund.

2 Kommentare

  • Haha das Unterschreibe ich sofort!!! Klasse geschrieben!
    Beim Tierarzt durfte ich gleich auf dem Boden bleiben 😉

    Schlabbergrüße Bonjo

  • Herrchen Herrchen

    Wow Bonjo, bis auch nicht gerade klein. Kein Wunder das du nicht auf dem Tisch kommst. Cassie ist noch nicht ausgewachsen, hier kommen noch ein paar Zentimeter und Masse hinzu. Danach wird der Tisch wahrscheinlich auch der Vergangenheit angehören 😀

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*